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Der Wochenabschnitt
בֹּא
Bo

Aktuelle Themen zur Wöchentlichen Parascha, aus Jerusalem der Heiligen Stadt, ת"ו


Bo - Spiegelbild der Schöpfung

Unsere Paraschah פָּרָשָׁה
Wochenabschnitt
heißt „Bo“ [בֹּא]. Wie wir in der Vergangenheit gelernt haben, kann dieses Wort (Bo) als „komme“ oder „trete ein“ übersetzt werden.

Es ist dies auch die Geschichte des Anfangs des Auszugs aus Ägypten, und die erste Mizwahמִצְוָוה
Gebot
findet sich auch hier.

 
 

 

Und es wurde Licht Dunkelheit

וְכִסָּה֙ אֶת־עֵ֣ין הָאָ֔רֶץ וְלֹ֥א יוּכַ֖ל לִרְאֹ֣ת אֶת־הָאָ֑רֶץ וְאָכַ֣ל ׀ אֶת־יֶ֣תֶר הַפְּלֵטָ֗ה הַנִּשְׁאֶ֤רֶת לָכֶם֙ מִן־הַבָּרָ֔ד וְאָכַל֙ אֶת־כׇּל־הָעֵ֔ץ הַצֹּמֵ֥חַ לָכֶ֖ם מִן־הַשָּׂדֶֽה׃“

(שמות י' ה')

Und sie werden verhüllen das Auge der Erde, dass man nicht vermag, die Erde zu sehen, und werden wegfressen den verschonten Rest, der euch übergeblieben von dem Hagel, und werden fressen alle Bäume, die aufgeblüht sind auf dem Feld.“

(Schmot, Exodus, 2. Buch Moses, 10: 5)
 

Was ist hier passiert?

Die Heuschreckenplage macht die Erde dunkel. Das erinnert sehr stark an die Schöpfungsgeschichte, nur in umgekehrter Richtung: Dort war es anfangs dunkel, bis HaSchem eine Quelle für das Licht schuf.

Überhaupt hebt jede Plage einen Aspekt der Schöpfung auf:

”וַיֹּ֨אמֶר יְהֹוָ֜ה אֶל־מֹשֶׁ֗ה אֱמֹ֣ר אֶֽל־אַהֲרֹ֡ן קַ֣ח מַטְּךָ֣ וּנְטֵֽה־יָדְךָ֩ עַל־מֵימֵ֨י מִצְרַ֜יִם עַֽל־נַהֲרֹתָ֣ם ׀ עַל־יְאֹרֵיהֶ֣ם וְעַל־אַגְמֵיהֶ֗ם וְעַ֛ל כׇּל־מִקְוֵ֥ה מֵימֵיהֶ֖ם וְיִֽהְיוּ־דָ֑ם וְהָ֤יָה דָם֙ בְּכׇל־אֶ֣רֶץ מִצְרַ֔יִם וּבָעֵצִ֖ים וּבָאֲבָנִֽים׃“

(שמות ז' י"ט)

„Und HaSchem sprach zu Moscheh: Sprich zu Aharon: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus gegen die Gewässer Mizrajims, gegen ihre Ströme, gegen ihre Flüsse, gegen ihre Teiche und gegen all ihre Wasserbehälter (Miqweh), dass sie zu Blut werden; und so wird Blut sein im ganzen Land Mizrajim, auch in Holzgeräten und in Steingeräten.“

(Schmot, Exodus, 2. Buch Moses, 7: 19)
 

Und

”וַיִּקְרָ֨א אֱלֹהִ֤ים ׀ לַיַּבָּשָׁה֙ אֶ֔רֶץ וּלְמִקְוֵ֥ה הַמַּ֖יִם קָרָ֣א יַמִּ֑ים וַיַּ֥רְא אֱלֹהִ֖ים כִּי־טֽוֹב׃“

(בראשית א' י')

„Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung (Miqweh) der Wasser nannte er Meere, und Gott sah, dass es gut war.“

(B’reschit, Genisis, 1. Buch Moses, 1: 10)
 

”וַיַּ֧רְא אֱלֹהִ֛ים אֶת־הָא֖וֹר כִּי־ט֑וֹב וַיַּבְדֵּ֣ל אֱלֹהִ֔ים בֵּ֥ין הָא֖וֹר וּבֵ֥ין הַחֹֽשֶׁךְ׃“

(בראשית א' ד')

„Und Gott sah das Licht, dass es gut war, und Gott schied zwischen dem Licht und der Finsternis.“

(B’reschit, Genisis, 1. Buch Moses, 1: 4)
 

Daher lehren uns die Zehn Plagen eine wichtige Lektion: Es gibt eine untrennbare Verbindung zwischen Natur und kollektiver Moral!

Unsere unmoralischen Entscheidungen richten sich gegen den Schöpfer und gegen die Schöpfung - und führen zur Zerstörung der Schöpfung, und letztendlich zu unserer Zerstörung.

Im Umkehrschluß sind wir dazu aufgerufen, unsere Beziehung zu HaSchem und alles, was er erschaffen hat, neu zu überdenken und uns zum Wohle der gesamten Schöpfung auszurichten.

 
 

 

שַׁבַּת שָׁלוֹם וּמְבֹרָךְ
Schabbat Schalom uM’worach
Ein friedlicher und gesegneter Schabbat

Benjamin Rosendahl

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05. Schwat 5786,   23. Januar 2026

 

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