Ki-Tawo - - Gesegnet bei der Ankunft und Abfahrt
Unsere Paraschahⓘ פָּרָשָׁה
Wochenabschnitt heißt Ki-Tawo [כִּי־תָבוֹא], also „Wenn du (in das Heilige Land) kommst“.
- Wie wir in der Vergangenheit gelernt haben, sagen diese ersten Worte und der darauf-folgende Paragraph viel über die Bikurim [בִּכּוּרִים - Erstlingsfrüchte].
- Was aber sagt uns später die Brachahⓘבְּרָכָה
Segensspruch, Segensformel, Benediktion
Plural: בְּרָכוֹת
Brachot „Gesegnet du bei deiner Ankunft und gesegnet bei deinem Ausgang“? - Wo kommen wir an, und wohin gehen wir?
Gesegnet bei Ankunft, gesegnet bei Abfahrt
”בָּר֥וּךְ אַתָּ֖ה בְּבֹאֶ֑ךָ וּבָר֥וּךְ אַתָּ֖ה בְּצֵאתֶֽךָ׃“
(דברים כ"ח ו')
„Gesegnet du bei deiner Ankunft und gesegnet bei deinem Ausgang.“
(D’warim, Deuteronomy, 5. Buch Moses 28: 6)
Dieser Satz steht am Eingang vieler Städte in Israel, vor allem - aber nicht nur! - Städte mit großem Anteil an Religiösen, die den biblischen Zusammenhang sofort verstehen. Es ist ein Satz, der Gäste willkommen heißt, sowohl auf privater Ebene (Gäste eines Stadtfests).
Ähnlich sehen das Chasalⓘ חז״ל
Unsere Weisen z”l
(Die Weisen der Mischnah- und Talmud-Ära): So wird jemand, der vor seiner Arbeit in die Synagoge geht, dort willkommen geheißen, und dafür gesegnet, dass er die Entscheidung getroffen hat, sich vor der Prosa des Lebens mit Spirituellen zu beschäftigen. Nachdem er die Wärme des spirituellen „Sicherheitsraum“ verlässt, um in die kalte und oft unfreundliche Welt hinauszugehen (meist Arbeitsplatz), wird er mit einem Segen entlassen, der ihn mit einer schützenden Wolke umgeben soll.
Es gibt auch eine nationale Interpretation: „Gesegnet sollt Ihr sein beim Eintreten (des Heiligen Landes) und beim Verlassen“ - und so hat das Judentum, das Beten und Gemeindeleben die Juden auch in 2000 Jahren Diaspora beschützt und gesegnet.
Raschi hat jedoch einen anderen Peruschⓘפֵּירוּשׁ
Interpretation, Auslegung: Sei gesegnet beim Eintritt in das Leben, und beim Austritt (vom Leben). In anderen Worten: so wie ein Baby ohne Sünde und eine einzige 'Awejrahⓘעֲבֵירָה
Sünde,
wörtlich: Übertretung
plural: 'Awejrot - עֲבֵירוֹת gemacht zu haben geboren wird, genauso sollen wir aus dem Leben austreten (und in die HaOlam Haba, הָעוֹלָם הַבָּא - die nächste Welt eintreten).